¡Hola!

In El Salvador habe ich Ángel getroffen. Er lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt Tacachico. Er liebt die Natur und geht gerne zur Schule. Seit kurzem lebt er mit seiner Familie in einem stabilen und sicheren Haus. Warum das so wichtig ist und was Ángel für eine tolle Pflanze gefunden hat, erfahrt ihr in der Kinderfastenaktion 2019.

Euer Rucky Reiselustig

„Zu Besuch bei Ángel in El Salvador“
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¡Hola! – Hallo!

Ich bin Ángel und bin zehn Jahre alt. Ich wohne in El Salvador. Das ist ein kleines Land in Zentralamerika, es ist ungefähr so groß wie euer Bundesland Hessen. Ich wohne in einem kleinen Dorf.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach

Die Hauptstadt von El Salvador heißt San Salvador. Wir wohnen in der Nähe der Stadt Tacachico. Unser Dorf ist ziemlich abgelegen und wir sind sehr lange unterwegs, wenn wir in die Stadt müssen. Zu Fuß dauert das mehrere Stunden.

Foto: ©MISEREOR/Lisa Conrads

El Salvador ist ein Land, in dem es sehr viel Gewalt gibt. Deshalb sieht man überall bewaffnete Menschen. Die Gewalt geht von zwei großen Jugendbanden und auch von Polizei und Militär aus. Es gibt immer wieder Kämpfe zwischen den Banden und Polizei und Militär. Außerdem bekämpfen sich die Banden auch gegenseitig. Sie kontrollieren ganze Stadtviertel, handeln mit Drogen und erpressen Schutzgeld. Dabei werden Menschen entführt oder ermordet. Viele Jugendliche sehen ihre einzige Perspektive darin, sich einer dieser Banden anzuschließen.
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Bilderreihe Nr 3
Um sich zu schützen, versuchen die reichen Menschen ihre Häuser mit Stacheldraht zu sichern. Auch andere Gebäude sind oft mit Stacheldraht umzäunt.
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Bilderreihe Nr 4
Hier auf dem Land ist es oft schwer, von einem Ort zum anderen zu kommen. In den Städten gibt es große Busse. Bei uns gibt es Pick-Ups. Sie funktionieren wie ein Bus. Die Menschen fahren auf der Ladefläche mit. Das ist echt gefährlich, aber für viele die einzige Möglichkeit, zum Beispiel für den Weg zur Arbeit längere Strecken zurückzulegen.
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Bilderreihe Nr 5
Unser Dorf ist nur über diesen Weg zu erreichen. In der Regenzeit muss man hier durch einen Fluss fahren.
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Bilderreihe Nr 6
Herzlich Willkommen bei uns zu Hause! Das ist unsere Wasserstelle. Sie ist draußen und wird zum Waschen und Spülen genutzt. Dahinter könnt ihr unser Haus sehen. Davor hängt unsere Hängematte. Die hat in El Salvador fast jeder.
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Bilderreihe Nr 7
Hier bereitet meine Mama Tortillas zu. Diese Maisfladen gibt es bei uns eigentlich zu jedem Essen. Wir essen viel Mais und Bohnen und kochen auf einer heißen Platte über dem Feuer.
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Bilderreihe Nr 8
Der Teig für die Tortillas wird aus Maiskörnern gemacht. Genau so wie unser Nationalgericht. Das sind gefüllte Maisfladen. Sie heißen „Pupusas“. Mama spricht mit Carmen von der MISEREOR-Partnerorganisation FUNDASAL.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 9
In der Schule haben wir neben dem Unterricht auch Stunden, die Mitarbeitende von FUNDASAL gestalten. Dabei lernen wir zum Beispiel, wie man einen guten Garten anlegt oder machen Spiele, um besser miteinander umzugehen.
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Bilderreihe Nr 10

Das Team von FUNDASAL treffen wir aber nicht nur in der Schule. FUNDASAL berät uns auch beim Hausbau. Carmen ist Architektin und hat unser Haus untersucht. Sie kennt sich gut damit aus und hat uns Tipps gegeben, was man für ein stabiles und sicheres Haus braucht.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach

Bilderreihe Nr 11
Die jungen Menschen aus unserem Dorf lernen mit FUNDASAL, wie man erdbebensichere Häuser aus selbstgemachten Lehmziegeln baut. In El Salvador gibt es nämlich immer wieder Erdbeben, die unsere Häuser zerstören.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 12
Dabei lernen sich die Menschen auch besser kennen und helfen sich gegenseitig: Die Häuser werden immer von mehreren Personen zusammen gebaut, die sich dann nacheinander bei ihrem Hausbau unterstützen.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 13
Meine Eltern haben auch bei der Baugruppe mitgemacht, und wir haben jetzt ein neues Haus. Es ist das hintere, das gelb angemalt ist. Davor steht noch unser altes Haus.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 14
Ich wohne hier mit meinen Eltern, meiner kleinen Schwester Esmeralda und meinem kleinen Bruder Alejandro. Unser neues Haus ist super: Es ist hell und stabil. Früher war unser Boden aus Erde, jetzt haben wir einen festen Boden. Dadurch können wir das Haus einfach sauber halten und es kommen nicht so viele Insekten und andere Tiere hinein.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 15
So sah es in unserem alten Haus aus. Es war dunkel und schwer sauber zu halten. Heute nutzen wir es noch als Lager für unsere Lebensmittel. Neben mir seht ihr unseren großen Maistank.
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 16
Wir haben nicht nur ein neues Haus, sondern auch einen neuen Garten. Dort bauen wir jetzt Gemüse und Obst an, so wie ich es in der Schule von FUNDASAL gelernt habe.
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Bilderreihe Nr 16
In unserem Garten gibt es tolle Sachen. Die Mangos, die ihr auf dem Bild seht, sind besonders lecker. In unserer Umgebung wachsen auch leckere Früchte, zum Beispiel Avocados.
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Bilderreihe Nr 16
Außerdem gibt es bei uns einen tollen Strauch. Er heißt Tempate und mit den Blättern können Esmeralda und ich Seifenblasen machen. Habt ihr auch so tolle Bäume?
Foto: ©MISEREOR/Hartmut Schwarzbach
Bilderreihe Nr 16

Über das Projekt

Ángel wohnt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt Tacachico. Viele Menschen in El Salvador leben in Häusern, die nicht stabil sind und bei einem Erdbeben schnell kaputt gehen können.

In El Salvador gibt es immer wieder Erdbeben. Mit der MISEREOR-Partnerorganisation FUNDASAL lernen die Menschen, wie sie aus den Materialien aus ihrem Dorf Lehmziegel herstellen. Aus den Ziegeln bauen sie gemeinsam mit den anderen Menschen aus ihrem Dorf stabile Häuser. So entstehen nicht nur sichere Häuser sondern auch eine gute Gemeinschaft, die stark macht!

Weitere Informationen findest du hier.

Comic „Von Seifenblasen und Lehmziegeln“

Ángel, Rucky und Esmeralda kommen vom Früchtesammeln wieder und sehen, dass ihre Hauswand zerstört wurde. Was nun?

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