Hallo Kinder!

In diesem Jahr war ich im Libanon. Dort habe ich Najwa getroffen, die mit ihrer Familie seit 6 Jahren in der Stadt Baalbek lebt, seit sie aus Syrien vor dem Krieg fliehen mussten. Weil ich in den falschen Bus gestiegen bin, habe ich mir nicht wie geplant die Ruinen von Baalbek angeschaut sondern bin mit ihr zur Schule gegangen. Warum es nicht selbstverständlich ist, dass Najwa zur Schule geht und was es an ihrer Schule für ein spannendes Jahresprojekt gibt, erfahrt ihr in der Kinderfastenaktion 2020.

Euer Rucky Reiselustig

„Zu Besuch bei Najwa im Libanon“
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Bei Najwa im Libanon

Die Bilderreihe zeigt die Umgebung und den Schulalltag von Najwa in Baalbek, Libanon.

Marhabaan – Hallo

Ich bin Najwa und ich bin neun Jahre alt. Ich wohne in der Stadt Baalbek im Libanon. Meine Familie kommt aus Damaskus. Das ist die Hauptstadt von Syrien. Von dort sind wir vor 6 Jahren geflohen, weil dort Krieg herrscht.
Foto: Paul/MISEREOR
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Der Libanon ist ein kleines Land mit 4,5 Millionen Einwohnern. Außerdem leben ungefähr 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge hier. Wir leben, zusammen mit vielen anderen Flüchtlingen, in Baalbek. Die Stadt liegt in der Nähe der syrischen Grenze.
Foto: Greven/MISEREOR
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Viele Menschen, die aus Syrien geflohen sind, müssen in Zeltcamps leben, weil sie noch keine Wohnung finden konnten. Wir können zum Glück seit 3 Monaten in einer Wohnung in der Stadt wohnen.
Foto: Greven/MISEREOR
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Leider wohnen wir hier die meiste Zeit nur mit unserer Mutter zusammen, denn unser Vater arbeitet in einer Stadt, die weit weg ist. Wir sehen ihn nur einmal in der Woche. Flüchtlinge dürfen im Libanon nur in ganz wenigen Bereichen arbeiten. Deshalb sind wir froh, dass Papa überhaupt Arbeit hat und Geld für die Familie verdienen kann.
Foto: Paul/MISEREOR
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Wir bleiben mit Mama noch in Baalbek, weil meine beiden großen Schwestern und ich hier zur Schule der MISEREOR-Partnerorganisation JRS gehen können. Es gibt nämlich viel zu wenige Plätze in den öffentlichen Schulen. JRS steht für Flüchtlingsdienst der Jesuiten.
Foto: Paul/MISEREOR
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Zur Schule fahren wir mit dem JRS-Bus. Er sammelt uns alle ein, damit wir sicher zur Schule und wieder zurückkommen.
Foto: Paul/MISEREOR

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Hier sieht man unsere Schule. Sie ist unten in dem Gebäude. In der oberen Etage ist eine Moschee.
Foto: Paul/MISEREOR

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Die Schule ist immer ganz toll geschmückt und wir machen viele kreative Sachen. Auf dem Bild seht ihr, wie wir Buchstaben lernen. Ihr könnt sie in der Mitte der Muscheln finden. Sehen die bei euch auch so aus?
Foto: Paul/MISEREOR
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Die Schule ist richtig toll.
Der Unterricht macht mir Spaß und wir lernen viel.
Foto: Paul/MISEREOR
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In der Pause gibt es für alle ein Frühstück. Nicht alle Kinder bekommen morgens zu Hause etwas zu essen. Mit knurrendem Magen kann man nicht gut lernen, also gibt es für alle hier Manakish (das ist gefülltes Brot) und Obst.
Foto: Greven/MISEREOR
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Vor allem die Pausen sind klasse: Wir können Essen, aber auch Spielen und Spaß haben. Manchmal hören wir laut Musik und tanzen dazu. Alle machen mit!
Foto: Kuller/MISEREOR
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Außerdem treffe ich in der Schule meine Freundinnen und andere Kinder, mit denen ich spielen kann. Manchmal gibt es aber auch Streit.
Foto: Kuller/MISEREOR
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Zum Glück können wir dann immer zu unserer Sozialarbeiterin Zahraa gehen. Sie hilft uns dabei, dass wir uns wieder vertragen. Dieses Bild hängt in ihrem Büro. Dort steht „Nein zu Gewalt“. Einige Kinder wissen nicht, wie man einen Streit ohne Gewalt löst.
Foto: Paul/MISEREOR
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In diesem Schuljahr gibt es ein Jahresprojekt an unserer Schule. Wir beschäftigen uns immer wieder im Unterricht oder an bestimmen Tagen mit dem Thema „Seid gut zueinander“. Könnt ihr lesen, was dort steht?
Foto: Greven/MISEREOR
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Im Schulflur hängt zum Beispiel der „Baum der guten Taten.“ Immer, wenn jemand etwas Nettes gemacht hat oder eine gute Lösung für einen Streit gefunden hat, schreiben wir das auf und hängen es an den Baum. Es ist toll zu sehen, wie der Baum immer bunter wird.
Foto: JRS
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Am Ende des Schuljahres gibt es immer ein großes Fest, da zeigen wir dann unseren Eltern, was wir alles gelernt haben. Dieser Spruch an der Wand begleitet uns das Jahr über. Er bedeutet: „In einer Welt, in der du alles sein kannst: Sei nett!“
Foto: JRS
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Unsere Eltern können auch an Angeboten der Partnerorganisation JRS teilnehmen. Da gibt es zum Beispiel Englisch-Kurse. Dann können sie uns auch bei den Hausaufgaben helfen. Denn in der Schule im Libanon wird Englisch oder Französisch gesprochen.
Foto: Greven/MISEREOR

Über das Projekt

Najwa besucht die Schule Nour 2 des MISEREOR-Projektpartners JRS. Nour bedeutet Licht und JRS steht für Jesuit Refugee Service, den Flüchtlingsdienst der Jesuiten. Er arbeitet für und mit Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. In Syrien sind sehr viele Menschen vor dem Krieg geflohen.

Im Libanon, einem Nachbarland von Syrien, leben ungefähr 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge. Damit die zur Schule gehen können, gibt es die Schulen von JRS. Hier lernen die Kinder den Unterrichtsstoff, aber auch den Umgang miteinander. Denn für viele Kinder ist ein friedlicher Umgang nicht leicht. Deshalb gibt es ein besonderes Jahresmotto: „Seid gut zueinander!“

Weitere Informationen findest du hier.

Comic „Theater um Rucky“

Rucky geht mit Najwa zur Schule. Doch da ist er anfangs gar nicht willkommen …

zum Comic

Wimmelkarte Libanon

Entdecke das kleine Land am Mittelmeer. Die Infos kannst du dir auch vorlesen lassen.

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Mehr über den Libanon erfährst du hier:

Alles rund um Najwa, den Libanon und das Thema Frieden

Materialien zum Bestellen für Unterricht und Gruppenstunde
Spielen-Basteln-Malen-Kochen
Alles rund um Ruckys Reise und die Schule Nour 2