Hallo Kinder!

Viele von euch kennen die große Insel Madagaskar vielleicht schon aus dem Kinofilm. Ich war in diesem Jahr dort und habe noch viel mehr über das interessante Land kennengelernt. Ich habe Kinder getroffen, deren Eltern in den Dörfern Schulen eröffnen, damit auch schon die Kleinen Lesen und Schreiben lernen können! Die Einschulung dort war dann ein ganz besonderes Fest …

Und von den Kindern habe ich richtig viel über Kinderrechte gelernt. Davon möchte ich euch in der Kinderfastenaktion erzählen.

Euer Rucky Reiselustig

Film „Mit Rucky Reiselustig auf Madagaskar“

Bilderreihe Madagaskar

  • Hallo Kinder

    In diesem Jahr habe ich die Geschwister Louisette (mit der gelben Mütze), Valeria (mit dem grauen Pulli) und Sarobidy (mit der roten Hose) mit ihrer Familie auf Madagaskar besucht.

    Illustration: Alfred Neuwald/Misereor

  • Im Hochland von Madagaskar

    Sie wohnen in dem kleinen Dorf Soanihasina im Hochland der großen Insel.
    Das Land liegt vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean.
    Anders als in Deutschland leben auf Madagaskar viel mehr Menschen in Dörfern als in Städten.

    Illustration: Alfred Neuwald/Misereor

  • Im Hochland von Madagaskar

    Das Dorf Soanihasina liegt relativ weit weg von der nächstgrößeren Stadt Fianarantsoa. Mit dem Auto fährt man eine halbe Stunde. Die letzten Kilometer bis zum Dorf gibt es keine geteerte Straße mehr, sondern einen breiten Weg.

    Madagaskar hat eine ganz besondere Natur: Viele Pflanzen- und Tierarten gibt es nur dort und nirgendwo anders auf der Welt, da sie sich auf der Insel unabhängig von anderen Arten entwickeln konnten. Unter anderem deshalb ist Madagaskar ein beliebtes Reiseland.

    Allerdings sind viele Menschen dort sehr arm. In den Dörfern gibt es oft keinen Strom und kein fließendes Wasser. Auch Krankenhäuser gibt es meist nur in großen Städten, die schwer erreichbar sind.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Arbeit in der Landwirtschaft

    Die meisten Familien im Dorf leben von der Landwirtschaft. Sie bauen das Obst und Gemüse, das sie essen, selbst an. Wenn sie mehr ernten können, als sie selbst benötigen, verkaufen sie es auf dem Markt in der Nähe.

    Die Mutter von Louisette, Valeria und Sarobidy gießt den Blumenkohl mit dem Wasser aus dem Fluss, der neben den Feldern fließt.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Ernte

    Die Oma der drei Kinder transportiert die Ernte nach Hause.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Das Hauptnahrungsmittel auf Madagaskar ist Reis

    Auf Madagaskar wird sehr viel Reis gegessen. Bei vielen Familien gibt es diesen zu jeder Mahlzeit.
    Auch den Reis baut ein Großteil der Menschen auf Madagaskar selbst an – auf dem Bild sind im Hintergrund (mittig am rechten Bildrand) abgeerntete Reisfelder zu sehen.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Weiterverarbeitung von Reis

    Nach der Ernte wird der Reis getrocknet. Dafür wird er auf großen Planen ausgebreitet und in der Sonne getrocknet.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor,
    Illustration Reispflanze: Alfred Neuwald/Misereor

  • Reis stampfen

    Nach dem Trocknen wird der Reis gestampft, um die Schalen zu entfernen. Das geht am besten zu zweit, indem man abwechselnd mit einem großen Holzstab in den Reis stampft.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Mofo Gasy

    So sieht dann zum Beispiel ein Frühstück mit Reis aus. Das sind Mofo Gasy – übersetzt heißt das „madagassisches Brot“. Die kleinen Bällchen sind aus Reismehl und super lecker.

    Ein Rezept zum Selbermachen findet ihr in der Rezeptsammlung auf www.kinderfastenaktion.de/materialien

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Zebus

    Einige Familien aus dem Dorf haben Zebus – so heißen die Rinder auf Madagaskar. Sie sind teuer. Nur einige Familien können sich die Tiere leisten. Zu ganz besonderen Anlässen werden sie geschlachtet und das Fleisch gegessen.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Beerdigungen und die Rolle der Vorfahren

    Ein solch ganz besonderer Anlass kann zum Beispiel eine Beerdigung oder eine Umbettung sein. Dies sind auf Madagaskar meist sehr große Feiern. Denn die Erinnerung an Verstorbene ist für viele Menschen dort sehr wichtig. Wenn die Verstorbenen ein paar Jahre tot sind, werden ihre Gebeine in neue Leichentücher umgebettet. Das ist dann noch einmal ein sehr großes und wichtiges Fest für das ganze Dorf.

    Vor langer Zeit durften nur Gräber aus Stein gebaut werden, sie sollten etwas Besonderes sein. Diese Vorgabe wurde schon vor längerem aufgehoben. Aber auch heute noch gibt es viele dieser großen Gräber aus Stein, wie ihr an der Grabstätte auf dem Bild sehen könnt.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Tiere hüten

    Viele Kinder haben die Aufgabe, sich um Zebus zu kümmern und sie zum Beispiel zum Fressen und zum Trinken zu treiben.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Schulen im ländlichen Madagaskar

    In vielen abgelegenen Dörfern können Kinder nicht zur Schule gehen, weil die nächsten Schulen zu weit weg und die Wege für die Kinder zu gefährlich sind.

    Das möchte die Misereor-Partnerorganisation VOZAMA ändern. Gemeinsam mit den Eltern eröffnen sie in den Dörfern Vorschulen, so wie hier in Soanihasina.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • VOZAMA Schulen

    VOZAMA bildet Dorflehrerinnen und Dorflehrer aus und kümmert sich gemeinsam mit den Eltern um die Ausstattung und das Material, das die Kinder in den Schulen brauchen.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Gemeinsam spielen

    In den Pausen und in ihrer Freizeit spielen die Kinder gerne zusammen: Dabei singen und tanzen sie viel, spielen Kreis- und Klatschspiele.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Kreativ spielen

    Bei anderen Spielen dient auch der Boden mal als Spielbrett und Schalen von Obst, Steine oder Stöcke als Spielsteine.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Ein Kind – ein Baum

    Zur Einschulung pflanzt die Familie von jedem neuen Schulkind einen Baum und kümmert sich anschließend um den Baum. Die Aktion heißt: „Ein Kind – ein Baum“. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, dass auf Madagaskar wieder mehr Bäume wachsen, weil in den letzten Jahrzehnten dort viele Bäume abgeholzt wurden.
    Die Setzlinge dafür kommen zum Beispiel aus der VOZAMA-Baumschule, die ihr hier auf dem Bild seht.
    Außerdem ist es ein sehr schönes Symbol: Die Bäume wachsen und tragen Früchte, genauso wie sich die Kinder in der Schule entwickeln.

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

  • Valerias Baum

    Auch Valeria (mit dem grauen Pulli) hat zu ihrer Einschulung einen Baum gepflanzt. Mittlerweile ist er schon genauso groß wie sie.

    Habt ihr auch schon mal einen Baum gepflanzt? Vielleicht habt ihr Lust, das in der Fastenzeit mal auszuprobieren und eine Baumpflanz-Aktion zu machen?

    Foto: Klaus Mellenthin/Misereor

Comic „Ein Baum für Fanilo“

Die Einschulung ist für den kleinen Sarobidy ein ganz besonders schöner Tag. Was ein Baum damit zu tun hat, erfahrt ihr in der Comic-Geschichte.

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Jedes Kind hat Rechte – auf Madagaskar und der ganzen Welt

Entdecke Spannendes auf der Wimmelkarte Madagaskar und schaue, welche Kinderrechte du (er)kennst. Die jeweiligen Infos kannst du dir auch vorlesen lassen.

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